Corona-Krise: Stadt unterstützt Heidelberger Betriebe

die Stadt Heidelberg bietet Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern Hilfe in der Corona-Krise an. Die Angebote reichen von der Vermittlung von Bundes- und Landesgeldern über die Stundung von Abgaben und Pachten an die Stadt bis zu Gesprächen mit Vermietern.

Wir müssen alles unternehmen, um unseren Betrieben und Selbständigen durch die Krise zu helfen. Für unsere Kleinbetriebe in Heidelberg stehen insgesamt mehr als 50 Millionen Euro bei Bund und Land bereit. Ich kann Sie nur ermuntern, dieses Angebot zu nutzen. Wir flankieren das mit städtischen Maßnahmen und suchen auch nach individuellen Lösungen. 

Unsere Wirtschaftsförderung hat eine Task Force gegründet, die sich um jeden Fall kümmert. Allein in der vergangenen Woche konnten wir mehreren Hundert Betrieben helfen. Wenn Sie als Unternehmen oder Selbstständiger ein Problem haben und Unterstützung benötigen – melden Sie sich gerne unter Telefonnummer 06221/58 30008 sowie per E-Mail an wirtschaftsfoerderung@heidelberg.de

Gestern wurd im Gemeinderat zudem die „Heidelberger Wirtschaftsoffensive“ beraten – ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Unternehmen, Einzelhändlern, Gastronomen und Selbstständigen. Dieses umfasst:

Finanzielle Entlastung von Heidelberger Betrieben: 

Alle direkten Forderungen der Stadt an Betriebe werden bis zum 31. Juli 2020 zinslos gestundet. Das gilt zum Beispiel für Gebühren, Gewerbesteuer, Grundsteuer, Mieten. Auf diese Weise können Liquiditätsengpässe der Unternehmen und Betriebe verhindert oder abgemildert werden. Gegenüber privaten Immobilienbesitzern, Lieferanten und anderen Vertragspartnern möchten wir damit ein Zeichen und einen Appell setzen, sich – wenn möglich – dieser Wirtschaftsoffensive anzuschließen.

Lotsenfunktion der städtischen Wirtschaftsförderung: 

Die Wirtschaftsförderung ist Ansprechpartner der Betriebe in dieser Krisensituation und hilft, damit Ihnen schnell an Unterstützung kommen, beispielsweise bei Bund und Land. 

Hilfe beim Einstieg in Online-Handel:

Die Wirtschaftsförderung und der Citymarketingverein Pro Heidelberg helfen Händlern und Gastronomen beim Aufbau lokaler Liefersysteme und beim Einstieg in den Onlinehandel.

Kampagne für Heidelberger Anbieter

Die Stadt wirbt dafür, dass Bürgerinnen und Bürger die Angebote der Geschäfte vor Ort nutzen. Einen Überblick gibt die Internet-Seite: www.heidelberg.de/heidelbergkauftlokal

Bund und Land stellen Hilfe in substanzieller Größenordnung zur Verfügung. Unser finanzieller Spielraum als Stadt ist wesentlich geringer. Es ist schon jetzt absehbar, dass wir wegen der Corona-Krise mit deutlichen Einnahmerückgängen im städtischen Haushalt rechnen müssen. Die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt muss erhalten bleiben – auch über die Krise hinaus. Klar ist aber auch: Wir müssen unseren Betrieben helfen. Wir möchten deshalb die Hilfen von Bund und Land mit zusätzlichen Maßnahmen flankieren. Beispielsweise entlasten wir die Betriebe durch die zinslose Zurückstellung von städtischen Forderungen bis Ende Juli – von Steuern über Gebühren bis hin zu Mieten. Das kann sich pro Betrieb auf mehrere Tausend Euro summieren und eine große Entlastung darstellen. Darüber habe ich mich mit meinen Kollegen Hans-Jürgen Heiß, unser Finanzbürgermeister, verständigt, was ebenfalls heute Thema ist. 

Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium bietet auf ihrer Internetseite unter www.wm.baden-wuerttemberg.de ein Formular zur Beantragung der angekündigten Soforthilfe an, welche Bund und Land für die Wirtschaft in der Corona-Krise bereitstellen. Unternehmen, Selbstständige und Angehörige der freien Berufe (einschließlich Künstler) können so einen einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 30.000 Euro erhalten – je nach Zahl der Beschäftigten. Allein unsere Kleinbetriebe in Heidelberg können mit Hilfe in Höhe von insgesamt mehr als 50 Millionen Euro rechnen.  Bei der Antragstellung unterstützen wir als Stadt Heidelberg Sie gerne.

Die Corona-Krise hat bereits jetzt zu derart einschneidenden Einbußen geführt, dass eine strategische Belebung der Wirtschaft in Heidelberg über einen größeren Zeitraum notwendig werden wird. Die Stadt Heidelberg plant eine Wirtschaftsoffensive mit längerfristigen Maßnahmen, die unmittelbar nach der Krise ansetzen und sowohl einzelne Wirtschaftszweige berücksichtigen als auch strukturelle Maßnahmen für die Interessen der Wirtschaft aufgreifen soll. Die Heidelberger Wirtschaft soll dadurch wieder nachhaltig gestärkt werden.